Landespräventionspreis

Um erfolgreich Kriminalität vorzubeugen, ist das Engagement jedes Einzelnen in unserem Land von besonderer Bedeutung. Mit dem Landespräventionspreis werden beispielhafte Präventionsansätze und erfolgversprechende Strategien öffentlich gewürdigt.

Die Auszeichnung soll dazu beitragen, den gesamtgesellschaftlichen Ansatz der Kriminalunfallprävention noch stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Gleichzeitig sollen Institutionen, Organisationen und Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigt werden, Verantwortung für Prävention zu übernehmen und bestehendes Engagement zu intensivieren und nachhaltig zu gestalten. Der Landespräventionspreis wurde erstmalig im Jahr 2005 ausgelobt.

 

Ausgezeichnete Projekte

 

Jahr 2005

  • Barnimer Kinder- und Jugendfestival (Förderkreis für künstlerische Jugendarbeit e. V).
  • Initiative „Weg der Vernunft gegen Drogenmissbrauch und Gewalt“ Flächendeckende Prävention zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt unter Qualifizierung und Einbeziehung von regionalen Multiplikatoren (STIBB e. V., Kleinmachnow)

Jahr 2006

  •  Filmprojekt „Die Horrorschule“ (Freizeithaus Würfel e.V., Schwanebeck)
  •  „Unsere Stadt gemeinsam gegen Drogen“ (Regionale Arbeitskreis Gesundheitsförderung Cottbus e.V.)

Jahr 2007

  •  „Graffiti im Projektunterricht“ (Frankfurter Kunstverein e.V.)
  •  „Ganz schön aufgeklärt - Ziggy zeigt Zähne“ (pro familia, Landesverband Brandenburg e.V.)

Jahr 2008

  • „Keine Gewalt auf Schülerhandys“ (Oberschule mit Grundschule Finowfurt)
  • „Sucht- und Gewaltprävention im Kindergarten“ (Integrationskindertagesstätte „Janusz Korczak“ Cottbus)
  • „Sozialer Trainingskurs - Abschied von Gewalt“ (Kinder und Jugenddorf Sigrön / Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V. , Regionalstelle Perleberg)

Jahr 2009

  • „Kinder stark machen – zu stark für sexuellen Missbrauch“ (ESTAruppin e.V.)

Jahr 2010

  • "Koordinierungsstelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit Eberswalde" für ihre langjährige ausgezeichnete Arbeit
  • Das Deutsche Bahn Education Team für den Beitrag „Gegen Hass und Gewalt“
  • Das Tanzhaus Senftenberg e.V. für das Projekt „Mal so, mal anders“

Jahr 2011

  • Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V. mit dem Boxenstopp-Projekt „Wir für uns – Eine Schule mit Identität ist eine Schule mit Zukunft“
  • Theater Scheselong in Würdigung für das vielfältige und langjährige Engagement im Bereich der Prävention von Jugenddelinquenz und Rechtsextremismus
  • Projekt „Senioren beraten Senioren“ der Sicherheitspartnerschaft Glöwen

Jahr 2012

  • Verein Media To Be - M2B e. V. für das Projekt “Cyber-)Mobbing – Aufgeklärt! Schüler der Stadt Cottbus klären auf”

  • Initiativgruppe gegen Gewalt und Rassismus Velten für die seit 1992 jährlich durchgeführte „Mixed-Pickels-Woche“

  • Suchthilfe Prignitz e. V. für das Projekt „B-zaubernd in Szene gesetzt“

Teilnahmebedingungen

 

Zielgruppe

Die Auszeichnung soll an Vereine, Initiativen und Organisationen, die sich mit Projekten und Initiativen zur Vorbeugung von Kriminalität hinsichtlich konkreter Phänomenbereiche (z. B. Graffitiunwesen, Drogen- oder Gewaltkriminalität, häusliche Gewalt) bzw. konkreten Zielgruppen (z. B. Kinder und Jugendliche, Senioren) auf regionaler Ebene beispielhaft engagieren. Eine Ehrung von Einzelpersonen ist nicht vorgesehen. Ausgenommen sind weiter öffentliche Gebietskörperschaften oder polizeiliche Einrichtungen.

Einreichung

Die eingereichten Bewerbungen sollen aussagekräftige Beschreibungen des Projektes bzw. der Initiativen beinhalten. Die Beifügung vorliegender Konzepte, Auswertungen, ggf. Evaluationsberichte, Presseveröffentlichungen etc. ist erwünscht.

Zulässig sind Bewerbungen von kommunalen Präventionsgremien sowie von im lokalen Kontext agierenden Präventionsakteuren (mit Votum des Jugendamtes bzw. der Kommune). Zulässig sind zudem Vorschläge der im Landespräventionsrat vertretenen Ressorts, einschließlich deren nachgeordneter Behörden und Einrichtungen.

Vergabe

Die abschließende Entscheidung über die Preisvergabe trifft der Vorsitzende des LPR. Dieser wird bei der Vergabe von einer Jury beraten. Die Jury besteht aus den Vertreterinnen und Vertretern der im LPR vertretenen Ressorts der Landesregierung. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Er ist teilbar.

Eine Vergabe an Institutionen des öffentlichen Dienstes ist aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht zulässig. Die Ausreichung erfolgt an privatrechtliche Institutionen, die Akteure im kommunalen Präventionsnetz sind. Eine Zweckbindung der Preisgelder erfolgt nicht, da davon ausgegangen wird, dass diese durch den Mittelempfänger für die Weiterführung bzw. Ausweitung der prämierten Projekte/Maßnahmen eingesetzt werden.

Die Preisträger erklären mit Einreichung ihr Einverständnis, die Projekte im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung des Landespräventionsrates vorzustellen und stimmen der Veröffentlichung in Medien des Landespräventionsrates zu. Die Preisverleihung erfolgt durch den Vorsitzenden des Landespräventionsrates in feierlicher Form.

Im Hinblick auf die Verleihung des Landespräventionspreises ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Letzte Aktualisierung: 22.02.2017

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