23.11.2011 - Verleihung des Landespräventionspreises 2010

Bereits zum sechsten Mal wurde am 23. November 2011 in Potsdam der Landespräventionspreis im Rahmen einer Feierstunde verliehen. Aufgrund der vieler hervorragender Bewerbungen hat sich die Jury in diesem Jahr darauf geeinigt, den Preis an mehrere Preisträger zu vergeben.

In seiner Rede betonte Innenminister Dietmar Woidke, dass das Engagement der Preisträger dazu beigetragen hat, Kriminalität zu verhüten oder ihrer Entstehung vorzubeugen. Getreu dem Grundsatz „Tue Gutes und rede darüber“  werden diese Leistungen nicht nur ausgezeichnet, sondern gleichzeitig auch hervorgehoben und damit als gute Beispiele für die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Kriminalprävention vorgezeigt.

 

Die drei Preisträger des Jahres 2010 sind

1. Die Koordinierungsstelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit Eberswalde für ihre langjährige ausgezeichnete Arbeit

Das von der Stadt Eberswalde unterstützte Team verfolgt seit 2001 das Ziel, die kommunale Öffentlichkeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zu stärken sowie Aktivitäten und Projekte zu fördern.

Zu den Aktivitäten der Koordinierungsstelle im Jahr 2010 zählen u. a. die Unterstützung des Jugend- und Kulturverein Exil e. V. bei der Erstellung einer Ausstellung am Ort des ehemaligen KZ-Außenlagers in Eberswalde. Die Ausstellung „Wiedersehen mit Eberswalde – Hier gibt es keinen Hass mehr“ stellt das Schicksal von drei überlebenden Frauen in den Mittelpunkt. Zusätzlich wurde eine von zwei erhaltenen Lagerbaracken als Ausstellungsort saniert.

Weiterhin organisierte die Koordinierungsstelle aus Anlass des Antirassismustags im März 2010  eine Aufführung des Theaterstücks „Heimat, bittersüße Heimat“ des Theaterensembles„Label Noir“, das aus schwarzen deutschen Schauspielerinnen und Schauspielern besteht. Das Stück zeigt, dass Definitionen von Identität, Heimat, nationaler und menschlicher Zugehörigkeit komplexer sind und mehr umfassen als Kategorisierungen nach Hautfarbe, Pass oder Herkunft der Eltern.

2. Das Deutsche Bahn Education Team für den Beitrag „Gegen Hass und Gewalt“

Das junge Team von auszubildenden Industriemechanikern der Deutschen Bahn aus Eberswalde hat einen beachtenswerten Animationsfilm zum Thema Zivilcourage erstellt. Der Film fordert die Menschen dazu auf, nicht einfach wegzuschauen und mehr Selbstcourage zu zeigen. Das überaus aktuelle Thema wird in moderner Form aufbereitet und stellt getreu dem Motto des Teams „Education – Der Weg zur Sicherheit“ einen sehr gelungenen Beitrag dar, auch jüngere Menschen für Gewaltprävention zu erreichen.

 

3. Das Tanzhaus Senftenberg e.V. für das Projekt „Mal so, mal anders“

Das Tanztheaterstück setzt sich mit der Mediatisierung – sprich den Veränderungen in Alltag, Identität, Kultur und Gesellschaft durch den allgegenwärtigen medialen Wandel – auseinander. Eine wesentliche Aussage des Stücks „Mal so, mal anders“ ist, dass Computer oder vor allem auch Computerspiele nicht pauschal gefährlich sind. Vielmehr will das Stück vermitteln, worin die Gefahr liegt, wer gefährdet ist und was dagegen getan werden kann.

 

Link zur Pressemitteilung.

Ausgewählte Fotos der Veranstaltung befinden sich in der Bildergalerie.

Letzte Aktualisierung: 25.02.2015

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