Arbeitsgruppe 1

Kinder-, Jugend- und Gewaltdelinquenz; Kinder- und Jugendschutz

Trotz deutlicher Fortschritte bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität reichen die Maßnahmen von Polizei und Justiz allein nicht aus. Gewalt Jugendlicher deutet auf soziale Fehlentwicklungen hin. Untersuchungen belegen, dass viele jugendliche Täter während ihrer Entwicklung selbst Gewalt erfahren mussten. Kinder- und Jugendgewalt sind weit verbreitet. Sie werden in der Familie erlernt. Eltern können überfordert sein und bieten dann keine effektiven Rollenmodelle und hinreichende Orientierung für ein Leben ohne Gewalt mehr an.

Vor diesem Hintergrund erfordert Kriminalprävention vor allem Ideen, Innovationen und die Weiterentwicklung bisheriger Strukturen und Projekte. In der Arbeitsgruppe 1 sollen Präventionskonzepte und Auffangnetze für Jugendliche und Kinder, die besonderen Schutz brauchen, initiiert und ins Leben gerufen werden.

Eine wirkungsvolle und qualifizierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sollte "vor Ort" durchgeführt werden und stets zielgruppen- und lebensweltorientiert erfolgen. Es geht darum, den jungen Menschen Werte und Normen zu vermitteln, die ihre Lebenskompetenz aufbauen, wie Konfliktfähigkeit, Selbstbewusstsein, Toleranz und Respekt.

Leiter der Arbeitsgruppe 1 ist Prof. Dr. Wilfried Schubarth, Universitätsprofessor an den Lehrstuhl für „Erziehungs- und Sozialisationstheorie“ der Universität Potsdam. Im Jahre 1998 habilitierte er sich an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Technischen Universität Dresden zum Thema „Analyse und Prävention von Gewalt“. Prof. Schubarth  ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zu Themen der Jugend- und Bildungsforschung.

Letzte Aktualisierung: 13.05.2013

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